Webprozess

Bei Tilfi baut unsere Designästhetik sorgfältig auf dem reichen Vokabular der Banarasi-Textiltradition auf. Viele unserer Webarbeiten sind entschieden traditionell, aber jede ist einzigartig in ihrer Kunstfertigkeit, der Authentizität der Materialien und der Handwerkskunst, jede eine erhabene Umsetzung von komplexem Know-how.

Design Making:

Der wichtigste und kreativste Prozess beim Weben eines Sarees ist sein Design.

Wir ertappen uns häufig dabei, wie wir uns an klassisch anmutenden Motiven und Mustern orientieren, wenn wir versuchen, Textilien zu entwerfen, deren Schönheit nicht von vorübergehenden Trends beeinflusst wird. Altehrwürdige Motive und Platzierungen, die ein kollektives kulturelles Gedächtnis, Werte und Herkunft vermitteln.

Wenn das Design, das gewebt werden soll, fertig ist (handgezeichnet oder digital erstellt), wird es zentimeterweise auf ein großes Millimeterpapier übertragen. Dieser Vorgang wird „Likhai“ genannt und von einem Graphen ausgeführt, der lokal als „Nakshaband“ bekannt ist. Die sorgfältig entworfene und präzise Naksha dient als Blaupause, die von Hand auf Pappschablonen, die „Naksha Pattas“, gestanzt wird. Je höher die Anzahl der Raster, die sich auf einen Zoll des Gewebes beziehen, desto komplizierter und komplexer ist das Weben!

Die Naksha Pattas werden zu einer kettenartigen Struktur verbunden und am Jacquard-Webstuhl befestigt. Die Karten bilden zusammen den Mechanismus, der erforderlich ist, um die notwendigen Fäden während des Prozesses zum Weben eines Motivs zu heben und dabei zu helfen, das Muster in den Stoff zu übertragen. Je nach Design des Banarasi-Sarees können einige Hundert oder sogar einige Tausend Karten für das Weben erforderlich sein. Ein größeres Format und eine große Anzahl von Naksha Pattas definieren ein komplexeres Muster.

Materialien:

Der nächste wichtige Schritt ist die Beschaffung von Rohstoffen und die Überprüfung ihrer Verwendbarkeit. Der Prozess beginnt mit der Auswahl des Seidengarns, das in verschiedenen Qualitäten aus verschiedenen Produktionszentren importiert wird. Die Rohseide wird speziell für Brokate behandelt und der Prozess erfordert viel Geduld und Arbeit. Die Kosten für die Rohstoffe variieren je nach Art des Garns und des gewählten Zari.

Aufwickeln:

Beim Aufwickeln (Binden des Garns zu einem Bündel) werden die Fäden einzeln auf die Aufwickelmaschine aufgewickelt, für die Kette (tana) wird das Garn auf ein Schiffchen (dharki) aufgerollt. Das Garn für den Schuss (bana) wird zuerst auf eine charka montiert und dann auf die Spule gerollt.

Färben:

Das Färben des Garns in einer bestimmten Farbe beinhaltet normalerweise das Eintauchen der Garnrolle oder des Käses in das Färbebecken.

Weben:

Der komplizierteste Teil des gesamten Prozesses ist das Weben, bei dem der Sari auf einem Handwebstuhl gewebt wird. Traditionell werden Banarasi-Sarees auf Jacquard-Webstühlen gewebt. Die Tana (Kette), die Längsfäden, werden auf dem Webstuhl unter Spannung gehalten und hochgezogen. Die Bana (Schussfäden), die Längsfäden, werden in ein Webschiffchen gelegt. Während sich das Schiffchen hin und her bewegt, werden die Kett- und Schussfäden miteinander verwoben.

Iterationen:

Das Auswählen und Ausbalancieren der Farben in einem Muster, oder „Meena-Matching“, wie wir es gerne nennen, ist ein integraler Bestandteil unseres Designprozesses und vielleicht einer der wichtigsten Faktoren für die ästhetische Gesamtanmutung eines handgewebten Textils.

Wenn ein Muster entworfen, mit einer bestimmten Anzahl von Farben im Kopf grafisch dargestellt und auf dem Webstuhl eingerichtet wurde, werden die einzelnen Farben für jedes Element sorgfältig ausgewählt. Dann wird ein Muster gewebt, um die Auswahl zu beurteilen. Nach mehreren Wiederholungen und engagierten Diskussionen zwischen dem Designteam und den Webern entsteht ein wunderschöner Saree. ⠀

Fertigstellung:

Abhängig von der verwendeten Webtechnik müssen Banarasi-Sarees den abschließenden Prozess des Schneidens durchlaufen. Dabei werden die winzigen Fäden, die sich auf der Rückseite des Stoffes befinden, von Hand abgeschnitten. Die Sarees werden dann gefaltet und verpackt.

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